MX, AntiX, Mepis, Debian – so in etwa geht der Ursprung von MX Linux zurück bis 2007. Die Distribution ist eine Kooperation von Mepis- und AntiX-Entwicklern und verwendet Xfce als Standard-Desktop. Dank 32bit-Version und PAE-Kernel bietet sich der Einsatz auf älterer Hardware an. Für mehr Details zu MX uns seiner Entstehungsgeschichte lohnt sich ein Blick in die englische Wikipedia.

Das Team von MX Linux hat nun heute die dritte Beta der bevorstehenden Version 17 veröffentlicht. Ich habe mal in der Live-ISO etwas rumgeklickt und Screenshots gemacht um einen ersten Eindruck zu vermitteln. Alles in allem ist das sehr umfangreich und bietet viele Funktionen, was MX Linux so mitbringt. Allerdings sind viele der Tools eher an ambitioniert Nutzer gerichtet, als an Einsteiger. Wiederum andere Tools haben klar den Fokus auf Neulinge. Das alles wirkt weitgehend gut gemeint, aber manchmal einfach nicht zu 100% durchdacht. Oft sind Funktionen auf mehrere Fenster verteilt, der Nutzer wird von A nach B geführt und bekommt leider manchmal auch unzureichend erklärt, was er da jetzt tut und was vor sich geht.

Bestes Beispiel: Der Codec-Installer. Nach einer kurzen Frage, ob der Nutzer die Verantwortung für eventuelle Lizenzverstöße übernehmen will, startet bei einem Klick auf „Ja“ direkt die Installation. Für jemanden, der sich mit der Thematik unfreier Codecs auskennt, ist das kein Problem. Ein Neuling steht hinterher vermutlich etwas verwundert da und weiß nicht so recht, was er da jetzt installiert hat.

Es bleibt abzuwarten, ob und wie sehr sich hier bis zum finalen Release noch etwas tut. Nichtsdestotrotz ist MX gerade für Nutzer, die gerne am System herumspielen und ausprobieren oder es sehr individuell anpassen wollen, hervorragend geeignet!