Bildbetrachter für Linux gibt es viele, Xfce bringt beispielsweise mit Ristretto einen passenden und leistungsfähigen mit. Manchmal lohnt sich aber ein Blick über den Tellerrand hinaus.

1. Feh

Feh gibt es seit fast 20 Jahren und eignet sich hervorragend für ältere, langsame Hardware. Es ist schlank, schnörkellos und tut was es soll.

Du bedienst Feh von der Kommandozeile aus: gib ihm den Pfad zu einem Bild oder einem Ordner mit Bildern – fertig. Feh lädt schnell und du kannst durch alle Bilder per Mausklick schalten oder mit den Pfeiltasten deiner Tastatur. Einfacher geht es kaum.

Feh mag zwar ein Leichtgewicht sein, hat es aber in sich. Du kannst beispielsweise festlegen ob sein Fenster einen Rahmen hat oder die anzuzeigenden Bilder nach Maximalhöhe und -breite auswählen.

2. Mirage

Auf den ersten Blick ist Mirage ein ganz gewöhnlicher Bildbetrachter, der Bilder zoomt und anzeigt, Galerien durchschaltet, Slideshows startet.

Dennoch ist Mirage mehr als nur ein Anzeigeprogramm. Es bringt nämlich eine ganze Reihe an Bearbeitungsfunktionen mit: Neben Skalieren und Zuschneiden kann es auch Screenshots aufnehmen, Bilddateien umbenennen und Thumbnails mit 150px Breite aus einem Bilderordner generieren. Und als wäre das noch nicht genug, zeigt Mirage auch SVG-Dateien an und lässt sich über das Terminal steuern.

3. Nomacs

Das „Schwergewicht“ in dieser Reihe ist Nomacs, was aber mitunter an seinem Funktionsumfang liegt. Einfach und schnell zu bedienen, bringt es weit mehr Features mit als nur das Anzeigen von Bildern. Eigentlich ist Nomacs schon ein kleiner Fotoeditor.

Über eine Seitenleiste lassen sich die Metadaten (EXIF) auslesen und bearbeiten. Daneben kann Nomacs noch Bilder zuschneiden, skalieren, drehen sowie in Graustufen umwandeln, unscharf maskieren oder mit einem „Tiny Planet“-Filter (siehe Screenshot) belegen. Farbkorrekturen, das Generieren von Mosaiken aus Bilderordnern sowie das parallele Anzeigen und Synchronisieren von Fotomanipulationen in zwei Nomacs-Instanzen ergeben schon fast ein kleines GIMP!

4. Geeqie

So leicht und schnell Geeqie sein mag, bringt es doch einiges mit was andere Bildbetrachter nicht können. Neben der Bearbeitung von Metadaten kann es nämlich auch noch SVG-Dateien und RAW-Fotos laden, eventuell hinterlegte Geodaten mit OpenStreetMap in einer Seitenleiste anzeigen oder nach Bildern in einem beliebigen Radius suchen. In Bildern integrierte Farbprofile kann man mit für den jeweilgen Monitor hinterlegten Profilen abgleichen.

Als Bonus lässt sich Geeqie noch mit über eine Infrarot-Fernbedienung steuern.